In der von geschmolzenen Metallen aufgeheizten Werkstatt hängen wichtige Tabellen

mit Karatzahlen sowie mathematischen Formeln. Hier, wo fauchende Schmelzpistolen

das Bild bestimmen, geht es um den Anteil reiner Edelmetalle in einer sogenannten

Legierung – präzise berechnete Metallmischungen, die zur Entstehung

deren flüssigen Zustand bedingt.

                   Schauen wir mal genauer hin.

Wirlesen, dass reines 24-karätigesGold einen Feingehaltvon 1000 Promille besitzt.

Zahlenmenschen ist damit sofort klar, dass 18-karätiges Goldeigentlich nichts anderes

bedeuten kann als 750er“, undwir bei einemmit “14 Ktgestempelten Schmuckstück

folglich585erin den Händen halten.Es ist der gleiche Dreisatz, der aus dem 
einfachen 8-karätigen Gold, das identische 333erwerden lässt! 
 

Nichts zu rechnen gibt es nur bei Double – also Messing, dem lediglich    
eine hauchdünne Goldfolie aufgeschweißt wurde.    

                                          Goldener Ring mit Brillant

 

Die Magieeines Schmuckstücks aus hochwertigem Gold ist nicht beliebig

ersetzbar.Das funktioniert nicht. Schon gar nicht mittels Alternativen mini-

malsten Goldgehaltes, deren Attraktivität sowieso erst überinszenierte

Informationsshows herbeigeredet werden muss– um mal

Klartext zu reden.

Ernsthafte Schmuckgestalter interessiert das wenig. Sie wählen Metalle
vertrauter Farbe, sowie glaubwürdigen Gewichts. Und damit Arbeiten auch
später noch zweifelsfrei zugeordnet werden können, bekommen sie “besie-
gelnd” noch ihr Emblem einpunziert – ein Vorgang, der nicht nur verrät,
dass es sich um eine schon etwas ältere Technik handelt, sondern
sie sich auch gerne identifizieren mit ihren Werken!

 

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