Black & White                                                                               
Zuerst sind es nur Spiegelungen, ungeduldig umher huschende Lichtpunkte. Dann 
drängen immer mehr von ihnen durch den dünnen Film aus grüner Schleifpaste und 
schaffen es, ein Bild zusammenzusetzen: Unser Spiegelbild. Klar und mit schar- 
fen Konturen – was keine Selbstverständlichkeit ist! Schließlich würden zuvor 
noch blauäugig ignorierte Unebenheiten sich spätestens jetzt 
mit fiesen Zerrbildern zurückmelden. 

An den Fingern dafür um so mehr immer dunkler gewordenes Schleifmittel. Egal.

Ausgestattet mit runden Lederschwabbeln,flauschig weichen Wollrädern und 
faustgroßen Brocken Polierrot,beginnt späterder finale Kampf gegen letzte, 
spinnwebenartige Schleier. Dass dieses Poliermittel jede Menge rostrote 
Eisenkristalle in sich trägt, scheint dabei besonders wichtig.

Halb eismatt, halb poliert    
Der Plan, es dabei nicht zu übertreiben, ist ein guter, und sollte nicht einer 
finalen Begeisterung zum Opfer fallen. Zu groß wäre die Gefahr, wertvolles 
Metall gegen Ende leichtfertig zu vernichten und zart gearbeitete, 
filigrane Elemente oder akkurat gesetzte Kanten 
für immer zu verlieren. 

Glitzerndes auf Kundenwunsch                                                       



Physikalisch geradezu verrückt an dieser Stelle, dass beim 
Polieren unserer Arbeiten tatsächlich ein “fließen” der Oberfläche stattfindet!


Dafür ist sie “lediglich” mit dem richtigen Flow-Gefühlgegen eine unweigerlich dabei

etwas aufstöhnende Polierscheibe zu drücken – was das Erstaunliche auslöst, weil

seine Fläche dort nun elastischer wird, und sich letzte mikroskopisch zarte 
Erhöhungen in danebenliegende Vertiefungen verschieben. 
Selbstverständlich erleben wir “Goldmenschen” diese besonderen Momente 
auch bei Silber und Platin. Schließlich ist bei uns ja nicht immer alles 
nur aus Gold, was glänzt! 

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