DER TRAURING HISTORISCH

Nähern wir uns den Ringen erst mal historisch. Die ersten schmiedete man noch in einer mystischereren Welt. Dort fand man seine runde, geschlossene Form nicht nur für perfekt geeignet, um die Unendlichkeit des Kreises zu symbolisieren, sondern traute ihm zudem noch enorme magische Kräfte zu. Was für eine verrückte Welt aus Mythen und Rituale, in der der Zauber ihrer Ringe allem noch ein glitzerndes Krönchen aufzusetzen schien.

Als Schmuckstück liebte man den Ring vermutlich schon immer. Erinnern wir uns nur mal ans alte, von Sagen umwobene Ägypten, wo prächtig gekleidete Pharaos ihren neuesten „Brautkauf“ gerne durch einen stolz getragenen Ehering anzeigten. Aus heutiger Sicht sicher ein irritierendes, ja undenkbares Schauspiel, welches sie stets unbekümmert und nach allen Regeln der Kunst zu zelebrieren gedachten – mit Düften, Tanz und Gelage.

Andere Szene: Italienisches Mittelalter. Letzte Nebelfetzen zerfließen und eine duftige Frühlingssonne begleitet dich in die einladenden Räume deines vertrauten Goldschmieds. Die flirrend leichte Szenerie scheint dabei direkt hinüber zu fließen in die diamantenen Verlobungsringe, auf die er übertrieben gestikulierend hinweisen möchte. Unnötig, hatten sie sich doch bereits verraten, indem sie die zu dieser Zeit üblichen feinen Verzierungen und Ornamente zeigten.

Platin mit Diamantnavette

Später sehen Schmuck schaffende das allerdings wieder unbeschwerter. Designs werden schlichter – und Steine vorübergehend zu Exoten. Mittlerweile sind Sie aber wieder da, die unvergänglich funkelnden Diamanten in den Trauringen!

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