FARBSTEINE

Halsschmuck mit Boulderopal

Es gibt eben Steine, denen begegnet man mit einem Lächeln im Gesicht. Andere wieder erzählen verrückte Geschichten aus fernen Ländern. Vielleicht wäre tatsächlich auch ein Leben ganz ohne sie denkbar – aber sicher kein so faszinierendes!

Allerdings sind es meist nur wenige, die es aus den dunklen Erdschichten bis nach oben ans warme Tageslicht schaffen. Und selbst nach beseitigen staubiger Deckschichten schlagen viele erst mal leisere Töne an. Tja, bis auf die, die augenblicklich die wildesten Farborgien feiern!

Platinring mit Safir aus dem ehemaligen Burma
Gelbgoldring mit Rubin aus Sri Lanka

Welche Frau bitte, würde sich nicht gerne solche Steine in den Weg legen lassen?

Viele entfalten dennoch erst beim Tragen auf der Haut ihren ganzen Charme – dann funktioniert der menschliche Körper als Leinwand für die stimmungsvollsten Kompositionen.

Am besten sie lassen sich einfach fallen, in die Welt dieser optischen Genüsse, sich umschmeicheln vom wohltuenden Orange des Citrins, den temperamentvollen Rottönen des Rubins, vom azurblauen Topas, oder den beruhigenden Grüntönen des Smaragdes, vom romantischen Pastellblau des Aquamarins, oder dem spannenden Farbenspiel eines Amethysten, dessen duftige Fliedertöne genauso verzaubern, wie sein geheimnisvoll dunkles Violett. Genießen Sie den angenehm kühlen Auftritt des Safirs im noblen Royalblau, spielen Sie mit dem samtig weichen Licht des Mondsteins, oder des Opals mit seinen endlosen Farbexplosionen …

Plakativer Ring mit grünem Turmalin

Mehrere dieser mystisch leuchtenden Steine sollen darüber hinaus sogar großartige Heilkräfte besitzen. So scheint es noch eine andere Welt zu geben, in der andere Regeln gelten. Dort hat der ideale Stein andere “Aufgaben“ – gilt als begehrter, wenn ihm bestimmte Energien innewohnen. Doch sind das alles Sachen, die Nichtinfizierten oft nur schwer erklärbar sind.

Der unbekümmert verwendete und etwas abwertende Begriff “Halbedelstein“ ist übrigens Nonsens.

Er steht oft an Stelle von Mineralien, die der Kenner viel treffender als Schmuckstein bezeichnet. Letztlich lassen deren Gene eben nun mal kein höheres Einstufen zu – was nicht automatisch bedeutet, auf ein tolles optisches Erlebnis verzichten zu müssen!

Die Natur überrascht aber auch mit Raritäten wie dem orange leuchtenden Safir namens Padparadscha – oder dem geheimnisvollen, schwarzen Opal. Kurios erscheinen zudem blaue Rubine, grüne Granate und immer öfter auch bisher unentdecktes Material!

Verantwortlich sind immer Metalloxide. So erhält der Smaragd sein begehrtes Grün von geringen Mengen Chrom, welches auch am verführerischen Rot des Rubins beteiligt ist. Eisen und Titan verhelfen hingegen dem Safir zu seiner bezaubernd blauen Farbe.

Uwarowit – Halsschmuck

Zwischenstation Steinschleiferei.

Bevor wir erleben, wie Ihre künftige Form langsam Gestalt annimmt, entfernen erst noch Sägen oder Spaltmesser andersartiges. Riesige vertikal laufende Steinräder und unaufhörlich über sie hinweg rieselndes Wasser sorgen kurz darauf bereits für erste berauschend glitzernde Szenen. Mit Schmirgelpulver beschmierte Scheiben aus Kupfer, Bronze oder Blei, die traditionell den Feinschliff erledigen, machen das eindrucksvolle Schauspiel dann gar perfekt.

Ihr umwerfendes Strahlen erhalten sie jedoch erst von rotierenden Holz- oder Zinnscheiben, die eine Mineralienpaste tragen. Zudem verblüfft, dass die kostbaren Steine dabei die meiste Zeit auf einen Kittstock geleimt verbringen – einer ebenso alten, wie zuverlässigen Fixierung!

Am Ende zeigt sich, ob man ihr “inneres Feuer“ mittels raffiniert platzierten Facetten maximal plakativ herausstellte oder ihnen lieber einen klassischen Cabochonschliff gönnte, der verblüffend einer polierten Halbkugel gleicht und ihren geheimnisvollen Charakter auf wunderbare Weise bewahrt.

Ohrschmuck mit Lemoncitrin

Abschließend wirbelt ein letztes Mal feiner Mineralienstaub durch die Luft, durchkreuzt von filigran tanzenden Lichtreflexen. Dann trennt man sich endgültig von den kleinen Meisterwerken.

PREISE UND MATERIAL

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